Mit dem Eilzug von Bad Kissingen nach München 1970-1978

Von Markus Egger

E 1635/1634 im Zugverzeichnis des Kursbuches für 1970. Die Kurswagen aus Coburg, des es auch schon 1969 gab, sind nördlich Bamberg teilweise nur als Nahverkehrszug unterwegs. Scan aus dem Kurswagenverzeichnis: OZL-Lokd.

Mit der Zugnummern- reform 1970 verkehrte unser bisheriger E 590/589 ab Sommerfahrplan 1970 als E 1634/1635. Ab Sommerfahrplan 1971 wurde dann noch die Nummerierungsrichtung geändert, er verkehrte nun südwärts als 1635, nordwärts als 1634. Südwärts wurde der Zug in dieser Zeit mit Würzburger 220ern im Abschnitt Bad Kissingen-Bamberg, dann mit Nürnberger 118 und ab Nürnberg schließlich mit Nürnberger 110 bespannt. Nordwärts startete der Zug in München mit Freilassinger (!) 118, ab Nürnberg waren dort heimische Vorserien-110 planmäßig am Zug, ab Bamberg dann wieder Würzburger 220.

Im Sommerfahrplan 1973 konnte der Zug bereits ab Schweinfurt elektrisch bespannt werden, so stand nun in Schweinfurt Lokwechsel an. Wegen der Kurswagenumstellung in Bamberg war auch dort weiterhin ein längerer Aufenthalt nötig. Datengrundage: Amtliches Kursbuch Sommer 1973.

Größte Veränderung in den Jahren bis 1973 war einen nochmalige deutliche Beschleunigung des Zuges, so dass nun München Hbf bereits vor 12 Uhr Mittags erreicht wurde. Für die Bespannung auf dem elektrischen Abschnitt waren nun fast ausschließlich Nürnberger E18 zuständig. Südwärts zog jedoch im Abschniott Bamberg-Nürnberg eine Nürnberger Vorserien-110 den Zug. Nordwärts dagegen waren drei verschiedene Laufplantage der Nürnberger 118 für den E 1634 zuständig.

Bamberger und Nürnberger Lokführer brachten den E 1635/1634 im elektrischen Abschnitt sicher ans Ziel. Scan: DSO-User OZL-Lokd.

1974 wechselte unser Zug schon wieder die Zugnummer: Er verkehrte nun als E 2565/2564. Sonst gab es nur minimalste Verschiebungen im Minutenbereich. Im Abschnitt Bad Kissingen – Schweinfurt war 1974 letztmals eine Würzburger 220 das „Zugpferd“, ab 1975 wurde die Leistung von Aschaffenburger 215 übernommen. Würzburger E18 brachten den Zug 1975 von Schweinfurt bis Nürnberg und von München nach Nürnberg.

Ab 1975 wird der Zug südwärts nochmals aufgestuft, er nennt sich nun bis Nürnberg E 783, ab dort sogar D 783! Nordwärts bleibt es beim profanen E 2564. Damit einher geht südwärts auch nochmals eine deutliche Beschleunigung, nordwärts entfällt einzigst der Halt in Oerlenbach mal wieder. Der Zug verkehrt nun im Abschnitt Nürnberg-München auch D-Zug-mäßig und hält nur noch in Treuchtlingen, Donauwörth und Augsburg Hbf. Nordwärts bleibt auch hier alles beim Alten.

Grund für diese Änderung dürfte sein, dass der Zug im Abschnitt Nürnberg-Augsburg nun vereinigt mit einem D-Zug Nürnberg-Lindau mit Kurswagen nach Mailand (!) gefahren wird. In der Gegenrichtung gibt es diese Vereinigung wiederum nicht. So kommt der Zug nun auch wieder zu einer Minibar im Abschnitt Nürnberg-München.

Sehr unterschiedlich präsentiert sich unser Zug Bad Kissingen-München nun in beide Fahrtrichtungen. Südwärts ist das schon ein richtiger D-Zug, der diesen Namen auch verdient, nordwärts halt doch bloß ein Eilzug. Datengrundlage: Amtliches Kursbuch Sommer 1977.

1978 gab es dann nochmals beim abendlichen E 2564 eine Neukonzeption. Zwischen Bamberg und Haßfurt wurden nun die wichtigsten Nahverkehrshalte mitbedient: Oberhaid, Ebelsbach-Eltmann und Zell. So entstand eine attraktive Pendlerverbindung im abendlichen Berufsverkehr für diese Orte aus Nürnberg heraus. Die restliche Konzeption des Zuges bliebt unverändert.

Neben den Coburger Kurswagen scheinen durch die Vereinigung mit dem D 1366 so illustre Ziele wie Mailand, Oberstdorf und Lindau im Kurswagenverzeichnis unseres Eilzuges auf. Datengrundlage: Amtliches Kursbuch Sommer 1978.

Zum Sommer 1979 erfuhr unser Zugpaar dann wieder wesentliche Änderungen, die in der nächsten Folge dargestellt werden sollen.

Aus den späten 70ern sind auch einige Fotos unseres Zugpaares überliefert:

Foto von Ulrich Budde (www.bundesbahnzeit.de) mit E 2564 (Sommer 1977)

weiteres Foto von Ulrich Budde (www.bundesbahnzeit.de) mit E 2564 (Sommer 1977)

Möglichkeiten zur Mithilfe

  • – weitere Bespannungen gerade Ender der 70er-Jahre, als sich die Altbauelloks zurückzogen
  • – Fotos, Berichte
  • – weitere Ergänzungen und Diskussionen
  • – Zugbildungspläne aus dieser Zeit

Stand:  25.8.2012

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