Auf ins Riesengebirge! – Teil 5 von 5: Pardubice und die Rückreise

Hallo zusammen!

Unsere kleine Reise geht schon wieder dem Ende entgegen, heute gibts es noch einen Tag Pardubice und den Rückreisetag zu sehen.

Pardubice ist eine schöne Stadt, Schmuckstück davon der Hauptplatz mit dem prächtigen Rathaus:

Für Eisenbahnfreunde ist auch der Bahnhof eine Besichtigung wert. Er erstand in dieser Form 1958:

Die luftige Bahnhofshalle ist noch nicht durch überladene Shoppingeinbauten zerstört, die Verkehrsfunktion steht im Vordergrund.

An der Wand gibt es noch eine Karte der verblichenen ČSSR

Lok 730 625 der Gesellschaft Šauer ruht sich aus

Pendolindo 681 004 ist als Supercity 506 einmal quer durch die Republik von Ostrava nach Cheb unterwegs.

Was man aus alten Wagen machen kann zeigt dieser modernisierte Steuerwagen, u.a. mit Hublift

Regiojet 1011 ist unterwegs von Praha nach Zvolen.

Railjet 79 dagegen fährt von Praha nach Graz Hbf.

Auch Haie gibt’s in Pardubice:

Auf dem Bahnhofsvorplatz steht Wagen 203, ein Irisbus, mit Werbung für die örtliche Brauerei.

Auch in Pardubice gibt es O-Busse, Wagen 332 ist auf dem Weg nach Dubina Sever:

Nicht weit vom Bahnhof liegt der Autobusbahnhof, auf dem die Farbe verkehrsrot dominiert, nur noch wenige Fahrzeuge sind in den alten Arriva-Farben.Auch dieser Karosa hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ist errötet:

In der Schleife Dukla präsentiert sich der Wagen 317:

Am nächsten Tag steht dann wieder die Heimreise an. Hierbei fällt die Wahl schwer, fahren doch alleine zwischen 7:30 Uhr und 8:30 Uhr 7 schnelle Fernverkehrszüge in die Hauptstadt!
Das sind
7:39 IC 550 „Zlínský expres“ aus Zlín
7:43 Ex 576 „Brněnský drak“ aus Brno
7:56 R 852 „Matalík“ aus Vsetín
7:58 Regiojet 1002 aus Stare Mesto
8:12 IC 572 „Zdeněk Fibich“ aus Břeclav
8:21 IC 514 „Opava“ aus Opava
8:28 LeoExpress 1354 aus Stare Mesto

Eigentlich peile ich IC 572 an, bin aber bereits gegen 7:50 am Bahnhof und sehe, dass R 852 mit +10 angekündigt ist, so dass ich mich spontan für diesen entscheide, denn es winkt nochmals das Fahren im klotzgebremsten Schnellzug. Zuerst komtm auf dem Abfahrtsgleis aber noch ein privater Güterzug mit einer Vectron, der auch noch in aller Ruhe Lokwechsel macht, als nächstes wird dann Regiojet 1002 mit einer Verspätung von +5 angekündigt, nach dem Regiojat kommt dann der Schnellzug, und es findet sich auch ein bequemer Fensterplatz im Abteil, los geht es dann mit gut +10. Der planmäßige Halt in Přelouč, wo der R 852 normal vom Regiojet überholt würde, wurde an diesem Tag für eine Überholung durch IC 572 genutzt, weshalb wir Přelouč weiter mit +10 verlassen, was wir auch bis anden Rand von Prag behalten. In Praha-Běchovice, heißt es jedoch wieder Halt für uns, wir müssen nun auch noch IC 514 und den LeoExpress vorbei lassen, Ankunft in Praha hl.n. ist dann erst mit +30, was mir aber egal ist, habe ich doch meine Überghangszeit großzügig geplant.

Hier fährt R 852 in Pardubice ein:

Auch das gibt’s anno 2016, bei der Ankunft wird aus dem Halbgepäckwagen Kuriergut ausgeladen! Schön!

Irgendwie scheinen die gammligen Rangierhobel der Reihe 111 zu Prag zu gehören, war schon immer so! Der Kollege hier soll die CNL aufräumen:

Die schöne Halle erstrahlt teilweise bereits in neuem Galnz, so dass der Schnellzug nach Brno gut zur Geltung kommt:

Für Reisende die von etwas weiter außerhalb von Prag kommen und noch über Nürnberg bzw. München hinaus wollen liegen die Alex-Züge in Prag ungünstig, ihr Abfahrt ist gegen 5 Uhr, 9 Uhr, 13 Uhr und 17 Uhr. Der erste ist gar nicht erreichbar, der zweite nur unter Verzicht auf das gebuchte Frühstück im Hotel, beim dritten muss man den Vormittag totschlagen, ohne ihn noch für was größeres nutzen zu können und beim letzten kommt man aus München fast nicht mehr weiter, da er erst nach 23 Uhr in München ist. Deshalb habe ich mich diesmal für die schnelle (und auf Grund eines Sparpreises auch genauo günstige) Fahrt mit dem IC Bus entschieden, der Praha gegen 10:30 verlässt und schon um 14:08 in Nürnberg sein soll.

Der Bus der tschischen Student Agency a.s. (das ist der Betreiber des Regiojet) wird frühzeitig bereitgestellt und ist etwa zu 2/3 gefüllt. Abfahrt ist auf die Minute pünktlich, Nürnberg wird mit -5 erreicht. Dort habe ich Anschluss an den IC 2067 in meine Heimtstadt Augsburg, und auch hier bemüht sich die DB gegenüber der Nachbarbahn nicht zurückzustehen und stellt mir sogar einen Wagen mit Abteilen und Übersetzfenstern an den Bahnsteig, das nenn ich Service!

So endet diese schöne Reise wieder. Was bleibt ist ein positives Fazit:

Das Tschechische Bahnsystem würde ich definitiv als das zweitbeste (nach der Schweiz) in Europa einstufen: Häufige, vertakte Züge, die sauber und bequem sind, egal ob es modernisiertes Altmaterial oder Neubauten sind; Freundliches Personal, ein absolut umkompliziertes und nutzerfreundliches Tarifysystem zund Bahnöfe die nicht Konsumtenpel sondern Verkehrsdrehscheiben sind. Und auch sonst macht Tschechien richtig Lust als Reiseland, denn auch mit Hotels und Städten war ich wieder sehr zufrieden.

In Polen sind auch einige gute Ansätze zu sehen, da sah die Lage m.E. schon schlechter aus. Es wird investiert und es gibt offensichtlich den Willen Bahn zu betreiben. Aber der Nachholbedarf ist noch wesentlich größer und die Investitionen scheinen mir nicht so zielgesteuert. Das Hauptproblem ist aber das schwache Zugangebot, das die Auswahl an Fahrtmöglichkeiten sehr einschränkt. Schade ist zudem die zerfledderte Tariflandschaft, wo man selbst als Bahnfan erst ein Diplom machen muss um zu wissen was wo gilt. Und gerade im straßengebundenen ÖPNV in Polen scheint man häufig noch der Meinung zu sein, dass es unwichtig ist Fahrpläne im Internet aktuell zu halten – oder überhaupt erst zu veröffentlichen. Ansonsten auch sehr positive Eindrücke aus den Städten und dem Hotel.

Markus

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